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Winterlicher Rotkohl-Auflauf mit Kartoffelknödeln

Was ist winterlicher als Rotkohl und Knödel und dann auch noch in Kombination? Eben, kaum etwas. Ich liebe Rotkohl, ob als Beilage oder als Star eines Gerichts wie bei diesem Auflauf. Auflauf ist auch so etwas Winterliches, denn gerade bei kalten Temperaturen verheißen sie Gemütlichkeit und Wärme. Soulfood, das dann doch viel zu selten auf den Teller kommt. Bis jetzt, denn nachdem Ina mich zu ihrem Blogevent Auflauf & Co eingeladen hat (mehr Infos [hier]), bin ich auf ganz schön viele vielversprechende Rezepte gestoßen. Ob süß oder herzhaft, zu jeder Zutat gibt es scheinbar einen leckeren Auflauf. Die nächsten sind also schon geplant, doch passend zur Jahreszeit entschied ich mich letztlich für den Rotkohl-Knödel-Wurst-Auflauf mit Knusper-Bröseln nach [diesem] Rezept. Mein erster frischer Rotkohl und das erste Mal, dass ich für ein Rezept extra zu meiner Mum gefahren bin – denn ein Auflauf muss in den Ofen und meiner war kaputt. Der Aufwand hat sich gelohnt.

Food Rotkohl-Auflauf mit Kartoffelknödeln ÜberSee-Mädchen-7-horz

Die Zutaten:

Ein halber Kopf Rotkohl, 250ml Apfelsaft, 125ml Rotwein, eine Zwiebel, eine Packung Kartoffelknödel-Teig, etwa 100g Mettwurst, etwas Butter und Butterschmalz, ein Toastbrot und eine handvoll Walnüsse sowie Salz, Pfeffer, Petersilie, Piment und ein Lorbeerblatt. Außerdem etwas Muskat, Brühpulver und Balsamico-Essig.

Natürlich kann man die Kartoffelknödel auch selbst machen, gerade wenn man den Auflauf zu Weihnachten auftischen möchte und er etwas wirklich Besonderes sein soll. Für mich war der frische Rotkohl an diesem Tag die Haupt-Herausforderung, beim nächsten Mal kommen dann selbstgemachte Kartoffelknödel. Die gekauften waren wirklich sehr lecker und konnten sich mindestens so gut zu Mini-Knödeln formen lassen wie selbstgemachte.

Food Rotkohl-Auflauf mit Kartoffelknödeln ÜberSee-Mädchen-14-horz

Entgegen meiner sonstigen Rezepte ist dieses nicht in einer halben Stunde zubereitet, viel aufwändiger ist es allerdings nicht. Denn ist der Rotkohl erst kleingeschnitten und mit den in Butterschmalz glasig gedünsteten Zwiebelwürfeln in einem Topf, dann ist die meiste Arbeit getan. Nach dem Ablöschen mit Wein und Apfelsaft müsst ihr nur noch würzen und die Uhr stellen, mit dem Rotkohl geht es erst in 45 Minuten weiter.

In der Zwischenzeit könnt ihr das Toastbrot zerkrümeln und mit gehackten Walnüssen in etwas Butter anschwenken, mit Petersilie ergibt das die Knusper-Brösel. Außerdem habt ihr jetzt Zeit, um die Kartoffelknödel zu formen und in siedendem Wasser für sieben Minuten gar ziehen zu lassen. Nicht vergessen, den Ofen auf 175 Grad Umluft vorzuheizen.

Genug Zeit auch, um die Wurst in Streifen zu schneiden. Apropos Wurst: Im Rezept stand etwas von Mettwurst in Scheiben, doch die Fleischfachverkäuferin vor Ort meinte damit könne nur die geräucherte Wurst sein, die ich jetzt verwendet habe. Sprecht am besten mit eurem Metzger und sagt ihm, wofür ihr die Wurst braucht – er wird schon die richtige Wurst finden. Vegetarier können sie natürlich auch weglassen, schmeckt bestimmt ähnlich gut.

Food Rotkohl-Auflauf mit Kartoffelknödeln ÜberSee-Mädchen-16-horz

Nach 45 Minuten habt ihr einen geschmeidig-weichen Rotkohl, der mit etwas Muskat, Brühpulver und Balsamico-Essig noch ein wenig besser schmecken wird. Hier waren meine Mum und ich uns einig, nur mit Salz, Pfeffer und Piment schmeckt es noch ein wenig fad. Den Rotkohl nun in die Auflaufform füllen und Wurst sowie Mini-Knödel dazugeben. Mit den Knusper-Bröseln als Topping muss der Auflauf für zehn Minuten in den Backofen.

Für die Zeit und Mühe belohnt euch dieser winterliche Rotkohl-Auflauf, der vier Personen satt und, noch viel wichtiger, ein wenig glücklich macht. Mein Beitrag zu Inas Auflauf-Aktion und zugleich meine erste Teilnahme an einem solchen Blogevent – ich mag die Idee und freue mich immer über Anfragen. Und der nächste Auflauf kommt bestimmt, ich bin definitiv angefixt von diesem Soulfood.

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15 Kommentare

  • Antworten
    Anastasia Franik (Sia´s Soulfood)
    22. Dezember 2014 um 12:10

    Liebe Isabelle,
    dein Auflauf sieht lecker aus:-) Das sieht richtig nach Soulfood aus 😉 Ich liebe alles in diesem Gericht.
    Viele liebe Grüße
    Sia

  • Antworten
    Charlotte
    22. Dezember 2014 um 17:29

    Ich bin ja ein richtiger Rotkohl-fan, der Auflauf klingt super lecker! Mit Knödeln noch dazu, perfekt für die Feiertage. Da bin ich gleich in Weihnachtsstimmung!
    GLG
    Charlotte

  • Antworten
    Eva Maria
    28. Dezember 2014 um 08:13

    Mann sieht das lecker aus! Da bekommt man gleich richtig hunger.
    Liebe Grüße Eva

  • Antworten
    Bine Button
    28. Dezember 2014 um 11:39

    Yummi das hört sich so lecker an! Bei mir gibts heute auch gleich Rotkohl. Es ist einfach super lecker 🙂
    Ich folge dir per Instagram!
    ♥Bine

  • Antworten
    Ariane
    28. Dezember 2014 um 11:42

    Diese Knusperbrösel sind eine tolle Idee 🙂 Der Auflauf sieht insgesamt mehr als lecker aus!

  • Antworten
    TanjasBunteWelt
    28. Dezember 2014 um 15:14

    Das hört sich toll an, mit Rotkraut einen Auflauf zu machen, daran hatte ich noch nie gedacht.
    Liebe Grüße

  • Antworten
    Ina
    28. Dezember 2014 um 16:07

    Wow, der sieht aber sehr lecker aus. Leider ist die Weihnachtszeit jetzt schon vorüber, ich bin mir aber sicher, dass ich in Zukunft noch weitere tolle und vor allem leckere Inspirationen auf Deinem schönen Blog finde.
    Hier schaue ich bestimmt öfter vorbei.
    Ganz lieben Gruß Ina

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      28. Dezember 2014 um 20:29

      Danke dir, Ina! Deine Brote können sich aber auch mehr als sehen lassen. Viele Grüße, Isabelle

  • Antworten
    Mira Ho
    28. Dezember 2014 um 16:22

    Hmmm… das sieht richtig richtig lecker aus! Und es klingt schon ziemlich aufwändiger als das, was ich normal bei mir koche und es dann Auflauf nenne. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das bei besonderen Anlässen wie Weihnachten gut ankommt, alleine schon die Farbkombination Lilablau, gelb und rot. Lecker für das Auge!

    Liebst,
    Mira

  • Antworten
    Michaela Warkow
    28. Dezember 2014 um 16:42

    Also von einem Rotkohl-Auflauf habe ich noch nie was gehört, werde ihn aber sicher mal ausprobieren da ich ein Rotkohl Fan bin 😉

    LG
    Ela von Schattenglanz

  • Antworten
    Nadi
    28. Dezember 2014 um 20:56

    Selbst gemachter Rotkohl ist grandios! Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Rotkohl so richtig selbst gemacht, meiner durfte 24h in einer Gewürz-Rotwein-Portwein-Marinade baden und wurde erst dann gekocht. Und ich habe gaaaanz viel Lob bekommen, der war aber auch um Welten besser als der Rotkohl aus dem Glas!

    Nur mit den Klößen hadere ich noch. Das habe ich vor Jahren einmal probiert und bin grandios gescheitert. Die lösten sich im Wasser einfach auf. Seit dem gibt es nur noch Fertigklöße. Aber man Ego ist gekränkt! Irgendwann werde ich die auch noch besiegen 🙂

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      2. Januar 2015 um 21:51

      Das klingt aber auch unheimlich lecker, wow! Mein Rotkohl war beim ersten Versuch auch etwas zu grob geschnitten, das wird beim nächsten Mal verbessert. Meine Klöße sind ja auch nicht selbstgemacht, das möchte ich aber noch probieren. Dass gerade Kartoffelknödel aber nicht ganz einfach sind, ist ja leider bekannt -.- Meine Mama macht beispielsweise nur Semmelknödel, die passen dazu aber nicht sooo gut. Lieben Gruß und wenn du das perfekte Knödel-Rezept hast, immer her damit 😉

  • Antworten
    Mara
    2. Januar 2015 um 12:17

    Meine Oma macht auch immer Rotkohl, aber ich muss gestehen, dass ich ihn noch nie probiert habe 😀
    Muss ich mal ändern, vor allem weil das hier bei dir so lecker aussieht 🙂

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      2. Januar 2015 um 21:46

      Da hast du bisher echt Einiges verpasst, Rotkohl ist sooo lecker 😉 Danke dir für deinen Kommentar, lieben Gruß

  • Ich freue mich über Feedback <3