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What I did this summer: Hospitanz beim SWR

Der Sonnenmonat August könnte so schön sein, hier am Bodensee: Sommer, Sonne, Sonnenschein. Ich lag jedoch nicht am Ufer des kühlen Nass, sondern verbrachte den letzten Monat in der Landeshauptstadt Stuttgart. Warum? Letztes Jahr habe ich mich nicht nur bei der Budapester Zeitung, sondern auch beim SWR beworben. In Stuttgart konnte ich jetzt die Chance einer vierwöchigen Hospitanz wahrnehmen – so war der August nicht von Urlaubsstimmung geprägt, dafür von einem spannenden Redaktionsalltag beim Fernsehen.

Leider muss ich das gleich etwas relativieren, denn zugegebenermaßen waren die ersten Tage nicht besonders spannend. Vier Wochen sind wirklich kurz für ein Praktikum und fast zu kurz, um wirklich eigene Beiträge zu machen – finde ich. Es war mein erstes Mal beim Fernsehen, daher musste ich mich erst einmal eingewöhnen.

Landesschau Image

Apropos: Ich war bei der Landesschau Baden-Württemberg, das ist ein einstündiges Magazin von 18.45 bis 19.45. Drei Moderatoren präsentieren wöchentlich wechselnd meist drei- oder vierminütige Beiträge und einen Gast pro Sendung. Das Gespräch mit dem Gast macht den letzten Teil der Sendung aus, danach kommen noch der Tipp und Landesschau Mobil. Das Konzept der Landesschau Mobil gefällt mir besonders: Der Zuschauer lernt im Lauf einer Woche einen Ort Baden-Württembergs mit seinen Besonderheiten kennen.

Wie sahen meine vier Wochen also aus? In der ersten Woche schrieb ich „nur“ die RegioNews und blieb bei gewohntem Terrain, auch wenn der Schreibstil (sehr vereinfacht und runtergebrochen) neu war. Danach arbeitete ich in der Gästeredaktion und begleitete einen Redakteur beim Dreh auf den German Open – die German Open sind die Deutschen Meisterschaften im Standard- und Lateintanz, dort sind ausgezeichnete Tänzer der ganzen Welt zu sehen. Atemberaubend. Außerdem bereiteten wir zwei Zuspieler zu Motsi Mabuse vor. Dabei ging es vom Dreh in den Schnitt, wo auch Archivmaterial eingearbeitet wurde, und anschließend in die Mischung für die Sprecherstimme.

Am Ende gestaltete ich auch meine eigenen Zuspieler über Sven Plöger, der Wetterfrosch der ARD war diesen Mittwoch zu Gast. Wie findet ihr es?

Link [4.9. ab 42:00 ist Sven Plöger zu Gast, die beiden Videos zwischen dem Gespräch sind von mir]

Erfahrungsbericht Hospitanz beim SWR

Darüber hinaus machte ich mit meiner Mitpraktikantin Cora eine Umfrage und begleitete das Landesschau Mobil-Team zwei Tage lang in Hagnau. Hagnau wird in zwei Wochen ausgestrahlt, vielleicht entdeckt ihr ja den Glanz des Reflektors, den ich gehalten habe. Ein wirklich nettes Team um Thomas Klinghammer übrigens!

Natürlich war ich auch mit im Studio, sowohl in der Regie als auch im Studio selbst mit den Moderatorinnen/dem Moderator.

Mein Fazit: Eine Hospitanz ist eine tolle Möglichkeit, fremde Redaktionsluft zu schnuppern und neue Erfahrungen zu sammeln, Sendeabläufe kennenzulernen und mitzugestalten. Dazu noch mit einem netten Team in der Landeshauptstadt – zu empfehlen! Allerdings sollte man immer wieder eigenständig nach Aufgaben fragen, dann wird’s auch was mit eigenen Aufträgen.

PS: Wirklich froh war ich über meine Mitpraktikantin Cora, mit der jeder Praktikumstag noch ein wenig schöner wurde.

Edit: Man braucht kein Vitamin B für eine solche Hospitanz beim SWR. Ich habe mich ganz regulär online beworben – Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

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Ein Kommentar

  • Antworten
    Charlotte
    8. September 2013 um 12:02

    Spannend, ich habe mal eine Hospitanz bei einer Nachrichtenagentur gemacht, das war auch spannend.
    Im Sommer ist es zwar immer hart, wenn man arbeiten muss, aber ich finde – wie du sagst- man lernt viel dazu und bekommt spannende Einblicke!

  • Ich freue mich über Feedback <3