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To be continued? Fortsetzungen im Film

Wie habe ich diesen Film geliebt… Ich habe geweint, als Sara vom Tod ihrer Mutter erzählt hat und zu ihrem Vater ziehen musste, den Kopf geschüttelt über das uncoolste Partyoutfit aller Zeiten, mitgefiebert bei den Anfängen einer großen Lovestory. Und wieder den Kopf geschüttelt, als sie zickig und die Beziehung zu schwierig wurde. Doch letztlich wird alles gut, Happy End und Klappe zu. Nicht zu vergessen: der Tanz, Ballett und HipHop, mit tollen Songs und Mitwipp-Garantie. Wovon ich rede? Von Save the last dance, einem der absoluten Lieblingsfilme meiner Teeniezeit. Sogar die DVD habe ich damals gekauft, das will was heißen.

Kombi von Wikipedia-Bildern

Bilder via wikipedia.de

Und heute das: Save the last dance 2. Die Fortsetzung wurde schon 2006 gedreht, ist damals aber völlig an mir vorbeigegangen. Nachdem heute selbst Indoor-Sightseeing wegen Regen und Gemütlichkeit ausfiel, waren mir alle Filme willkommen. Auch eine Fortsetzung, die schon vor Beginn eher Minuspunkte sammelt: andere Schauspieler können funktionieren, wenn es wie bei Dirty Dancing 2 auch eine andere Geschichte ist, nicht aber, wenn es eine Fortsetzung der Story sein soll. Das funktioniert schon bei DailySoaps nicht, da hilft auch kein Gastauftritt von NeYo.

Es gibt durchaus gute Fortsetzungen: Dirty Dancing 2 oder die Step up-Reihe, um im Genre zu bleiben. Step up steht glaube ich außer Frage, zumal dank wiederkehrender Tänzer wie Mousse eine schlüssige Verbindung zwischen den einzelnen Teilen geschaffen wird. An Dirty Dancing 2 musste ich mich als leidenschaftlicher Dirty Dancing-Fan erst einmal gewöhnen, doch hier funktioniert das Konzept, unter gleichem Titel eine andere Geschichte zu erzählen. Andere Zeit, anderes Land (Kuba statt den USA), andere Musik und andere Schauspieler, aber die gleiche Erfahrung einer Art Urlaubsliebe zu einem Tänzer. Diego Luna kann als männlicher Hauptdarsteller nicht mit Patrick Swayze mithalten – muss er aber auch nicht, weil es eine andere Geschichte ist.

Anders bei Save the last dance 2: Durch den Versuch, die Story des ersten Teils fortzusetzen, muss man die Filme geradezu miteinander vergleichen – und dabei verliert die Fortsetzung. Sara sieht nicht nur anders aus, auch ihr Wortwitz und Charme hat deutlich gelitten. Außerdem ist die Geschichte fast zu eindeutig auf die Lovestory ausgerichtet, wodurch der Konflikt zwischen Ballett und HipHop sowie Nebenfiguren sehr blass wirken. Im ersten Teil waren es gerade Nebenfiguren wie Dereks Schwester oder seine Exfreundin, die eine angenehme Abwechslung brachten. Was auch fehlt: Der Rassenkonflikt zwischen der weißen Sara und dem schwarzen Derek, besser: wegen der schwarz-weiß denkenden Gesellschaft – was grundsätzlich kein Problem ist, denn nicht jeder Film braucht ethnische Probleme. Bei der Fortsetzung verschwindet mit Derek aber auch die Intensität. Und Derek verschwindet ziemlich unrühmlich, er studiert nicht in NewYork und sie haben sich darauf geeinigt, dass sie andere daten dürfen – nach einer so ereignisreichen Lovestory samt emotionalem Finale?!

Und nach solch sexy Songs? Natürlich geht es bei Tanzfilmen auch um die Musik, bei Save the last dance 2 hat mich eigentlich nur der Trailer-Song gekriegt und den finde ich weder bei YouTube noch bei der Soundtrack-CD bei Amazon. Ganz anders beim ersten Teil, wo ich noch Tage später Murder she wrote oder Get it on tonite vor mich hinsummte. Oder All or nothing und True Colors. Bei Murder she wrote stiehlt sich übrigens noch heute ein Grinsen in mein Gesicht, wenn es beim HipHop-Abend gespielt wird.

Was meint ihr: Ist Save the last dance 2 der lahme Versuch, einen erfolgreichen Film fortzusetzen, oder ein unterschätzter Fortsetzungs-Diamant?

PS: Der Titel dieses Posts würde sich doch auch für eine Medien-Hausarbeit gut machen, oder?

PPS: Trailer zu 1, Trailer zu 2 und der ganze 2. Film bei YouTube, falls ihr euch eine eigene Meinung bilden möchtet.

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Ein Kommentar

  • Antworten
    Radiomaedchen
    30. März 2013 um 12:36

    also ich muss dazu sagen save the last dance ist für mich der erste und ultimative tanzfilm.das was danach kam..war ein ein abklatsch,ein pubertäres kaum aushaltbares rumgehopse von möchtegernghettopeople gegen coole weiße oberstüfler.
    aber save the last dance.liebevolle geschichte.tolle entwickle.tolle schauspieler..
    aber der zweite teil..das sollte man lassen

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