Beilage/ Food/ Hauptgericht/ Vegetarisch

Spinatknödel zur Resteverwertung

Resteverwertung ist ein Begriff, der kaum weniger sexy sein könnte. Wer steht schon auf Reste? Ich, ich, ich! Denn Hand aufs Herz: Im Alltag bleibt schon mal etwas übrig, besonders in einem Zwei-Personen- oder Single-Haushalt mit dem schnellen Griff zu den günstigeren Packungen in Normalgröße. Und was übrig bleibt, ist ja nicht schlecht, oder? Gut zu sehen an den Spinatknödeln, die ich heute auftische. Ähnlich der Kartoffelknödel, die es zu meinem Kürbis-Gulasch gab, zählen Spinatknödel für mich als geniales Soulfood.

Rezept für Spinatknödel, wenn Brot übrig ist

Bei uns ist es besonders Brot, was mal übrig bleibt – am Wochenende frühstücken wir in der Regel Brötchen und wenn das Brot am Freitag nicht aufgebraucht ist, liegt es am Montag schon deutlich weniger saftig in der Brotdose. Einfrieren ist eine Lösung, doch viel zu oft ist es beim Dran-Denken schon zu spät (oder das Gefrierfach einfach zu klein). Wer nicht all sein Brot an Enten verfüttern möchte, kann und sollte auf Spinatknödel setzen. Knödel sind allgemein die beste Resteverwertung, wie meine schwäbischen Vorfahren schon wussten. Zusammen mit Spinat und etwas Knoblauch werden sie von der Beilage zum Hauptgericht.

Die Zutaten für sechs große Spinatknödel:

250g Spinat (tiefgekühlt oder frisch), 200g altbackenes Brot, 200ml Milch, 40g Parmesan, zwei Eier, zwei Knoblauchzehen, eine Zwiebel und Salz, Pfeffer, Olivenöl.

Spinatknödel für übriggebliebenes Brot

Zwiebeln und Knoblauch schälen, klein schneiden und in etwas Olivenöl andünsten. Den Spinat (aufgetaut oder frisch-geputzt) unterrühren und mit Salz & Pfeffer abschmecken. Vom Herd nehmen. Milch zum Kochen bringen und damit das zerkleinerte Brot übergießen. Für 20 Minuten quellen lassen. Anschließend den Spinat zur Milch-Brot-Mischung geben und die beiden Eier zufügen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Einen Topf mit Wasser zum Kochen aufsetzen.

Die Mischung zu einem festen Teig verrühren und zu Klößen formen – am besten geht das mit bemehlten Händen oder wenn die Hände immer wieder in kaltes Wasser getaucht werden. Die Spinatklöße in dem inzwischen kochenden Wasser, das etwas Salz abbekommen hat, gar ziehen lassen. Wenn sie fertig sind, steigen sie auf und lassen sich mit einer Schaumkelle leicht abschöpfen. Gleich mit etwas geriebenem Käse genießen, wer mag kann auch eine Salbeibutter dazu machen.

Spinatknödel als Resteessen

Das Rezept stammt aus einem Buch, das sich Resteverwertung  auf die Fahne geschrieben hat: „Restlos – Clever kochen mit Resten“. Mein Kaiserschmarrn mit Aprikosen-Kompott ging ja schon in die Richtung – restlos aus dem Kosmos-Verlag ist aber weniger ein in sich geschlossenes Werk mit zahlreichen Querverweisen, sondern mehr ein Nachschlagewerk. Brot ist übrig? Dann gibt es ein Rezept für Spinatknödel, Brotsalat oder French Toast mit Pilzen – um nur einige Beispiele zu nennen. Und das gibt es nicht nur für Brot, sondern auch Gemüse, Kartoffeln, Früchte und vieles mehr. Reste-Essen ist ja oft das beste Essen, wie an Knödeln im Allgemeinen und Spinatknödeln im Besonderen gut zu sehen ist. Deshalb danke ich dem Kosmos-Verlag umso mehr für dieses Rezensionsexemplar, das sicher häufig genutzt wird.

Mein Dank gilt dem Kosmos Verlag für das Rezensionsexemplar, 
das mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt wurde.

PS: Knödel lassen sich natürlich dutzendfach variieren, etwa mit Speck oder Pilzen statt Spinat. Und habt ihr meine süßen Knödel schon gesehen? Klick für Erdbeer-Quark-Knödel.

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7 Kommentare

  • Antworten
    One Moment
    15. Oktober 2015 um 19:20

    Danke für’s REzept – gleich mal gespeichert!

  • Antworten
    MalerKlecksi
    15. Oktober 2015 um 22:03

    Tolle Idee, bisher habe ich altes Brot nur in Butter gebraten und ein Spiegeleier drüberhauen, oder Croutons daraus gemacht. Die Knödel hören sich aber richtig gut an, die werde ich auf jeden Fall ausprobieren.

    LG
    Alex

    • Antworten
      Isabelle Arndt
      1. November 2015 um 19:40

      Das ist aber doch auch eine coole Resteverwertung, Alex 🙂 Viele Grüße, Isabelle

  • Antworten
    Christin
    22. Oktober 2015 um 23:13

    Das sieht ja köstlich aus! Was für eine tolle Idee, altes Brot zu Knödeln zu verarbeiten, darauf wäre ich nie gekommen, aber ich esse auch höchstens schon von Muttern fertig gekochte Kartoffelknödel, an besonderen Anlässen…das muss ich unbedingt ausprobieren, wo ich nach einer langen on-off-Beziehung mit Spinat doch endlich meine Liebe für das grüne Gemüse wieder entdeckt habe 😀
    Liebst Christin
    von Glasschuh.com
    besuch mich auf Facebook

    • Antworten
      Isabelle Arndt
      1. November 2015 um 19:38

      Selbst wenn man Spinat nicht mag, funktionieren diese Knödel zb auch mit Speck 😉 Kartoffelknödel sind aber auch was Feines, habe ich letztens mal selbst gemacht. Liebe Grüße, Isabelle

  • Antworten
    Charlotte
    24. Oktober 2015 um 10:54

    Yummy, das klingt doch super! Ich steh im Übrigen auch auf Reste, denn dann kann man viel mehr essen und probieren als wenn man „nur ein Gericht“ hat. Insofern- hooray für die Reste! Spinatknödel habe ich letztens erst irgendwo gegessen und dachte mir, dass ich die mal ausprobieren möchte. Mit dem Rezept klingt das gar nicht so schwer 🙂
    GLG und dir ein schönes Wochenende
    Charlotte

    • Antworten
      Isabelle Arndt
      1. November 2015 um 19:38

      So Restepfannen sind ja meist auch die besten Gerichte 😉 Diese Knödel sind auch echt machbar, freut mich, wenn du dich daran versuchst 🙂 Viele Grüße und einen schönen Rest-Sonntag, Isabelle

    Ich freue mich über Feedback <3