DIY

DIY für federleichte Pompons | Buchvorstellung

Manche Do-it-yourselfs scheinen so einfach, dass sie kaum einen Beitrag wert sind. Die Betonung liegt auf „scheinen“, denn meine ersten Pompons sahen aus wie zerrupfte Schmetterlinge. Die runde Form war nicht zu erkennen, geschweige denn an ein Aufhängen zu denken. Dabei sind die Cheerleader-Gedächtnisbälle für den Sweet Table oder die Dekoration von Schreibtisch tatsächlich einfach und schnell gemacht, wenn man den Dreh raus hat. Deshalb zeige ich euch heute mein Pompon-DIY und erzähle euch, wie ich überhaupt auf dieses DIY kam.

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Für sechs Pompons (oder die vier, die ihr seht, und zwei misslungene Versuche) benötigt ihr: 15 Bögen Seidenpapier und durchsichtiges Plastikband. Das Seidenpapier findet ihr im Bastelladen um die Ecke, zehn Bögen weißes Seidenpapier kosten etwa zwei Euro. Fünf Bögen buntes Papier haben bei mir ebenso viel gekostet, die Auswahl ist groß. Ich habe passend zum heimischen Schlafzimmer blau gewählt, kann mir Pompons aber gerade in Pudertönen sehr gut vorstellen.

Bei der Größe eurer Pompons habt ihr freie Wahl, ich habe mich von einem halben Bogen zu DIN A4-Format durchprobiert und finde gerade kleinere Pompons sehr hübsch. Unabhängig von der Größe greift ihr euch euer Seidenpapier, das an das Bogenformat angepasst und nicht quadratisch sein muss!, und legt mindestens acht Bögen übereinander. Wenn ihr mehrfarbige Pompons möchtet, die Farbe der Bögen abwechseln. Diesen kleinen Stapel von Bögen nun nach dem Ziehharmonika-Prinzip falten. Zu kleine Falten wirken nicht hübscher als größere und machen mehr Arbeit, ich habe mich daher für Falten mit einer Breite von zwei Fingern entschieden. Keine Angst, die Falten müssen nicht exakt sein. Beginnt mit der kurzen Seite und verstärkt eure Falten mit einer Schere, so dass die Kanten klar definiert sind. Die oberen Enden eures nun Lesezeichen-förmigen Seidenpapiers in Form bringen, entweder rund oder zackig schneiden. Nun markiert ihr die Mitte und schneidet sie von beiden Seiten ein wenig ein, anschließend das Plastikband darum wickeln. An diesem Plastikband könnt ihr den Pompon später aufhängen, also besser etwas länger abschneiden.

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Jetzt kommt der schönste Teil: Das Auffächern. Was ihr zuvor zusammen gefaltet habt, könnt ihr nun zur Mitte hin auffächern. Und das klappt nur, wenn ihr einige Bögen des Seidenpapiers verwendet habt. Vorsicht, das Seidenpapier reißt leicht. Schon nach kurzer Zeit nimmt der Pompon Gestalt an, dem Massenbetrieb steht nun nichts mehr im Weg.

[Hier] findet ihr dank dawanda übrigens ein Video mit Schritt-für-Schritt-Anleitung, das mir nach ersten Fehlversuchen sehr weitergeholfen hat.

DIY Pompons ÜberSee-Mädchen-15-horz

Doch nun wie ich überhaupt zu diesem Pompon-DIY kam. Epipa sei Dank, denn ihr Buch „Zuhause selbst gemacht“ lag vor einigen Wochen in meinem Briefkasten. Eines nach dem anderen: Epipa ist eine Bloggerin, die das Leben zum Thema hat. Das schöne Leben voller DIYs und leckerer Rezepte. Gesammelt hat sie ihre besten Beiträge nun in einem eigenen Buch, erschienen bei Edition Michael Fischer. Im Briefkasten lag das Buch dank Blogg dein Buch, wo ich mich schon vor zwei Jahren angemeldet habe. Das Prinzip ist einfach: Anmelden, für Bücher bewerben, diese kostenlos erhalten und eine Rezension schreiben. Und was kommt jetzt? Ist ja klar, die Rezension. Die fällt leider nicht nur positiv aus…

Das Buch „Zuhause selbst gemacht. Kreativprojekte aus Küche, Wollkorb und Nähkästchen“ kommt schick daher, der feste Einband hält auf 190 Seiten dutzende Projekte bereit. Dumm nur, dass einige davon ziemlich belanglos sind und bei anderen die Anleitung zu kurz ausfällt. In die Kategorie belanglos ordne ich etwa die Anleitung für Zauberzucker ein, was ganz einfach das Mischen von Zimt und Zucker ist. Zwei Seiten dafür, ernsthaft? Die Bilder sind beeindruckend schön, doch Optik ist nicht alles und bahnbrechend ist dieses Projekt nicht gerade. Muss es auch nicht sein, aber inspirierend sollte es sein. Wie so manches Rezept und eben jenes Pompon-DIY. Das fällt leider in die Kategorie der fehlenden Worte, denn die vier Anleitungsschritte führten bei mir zu einigen Fragezeichen und besagten misslungen-zerzausten Schmetterlingen. Schade, dass an manchen Stellen nicht nur an Worten gespart wurde.

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Ziemlich negative Worte für ein schönes Buch, das im Großen und Ganzen sehenswert ist. Einfache DIYs wie das der Paper Globes, also bunter Papierkugeln, werde ich sicher noch umsetzen und für den runden Teppich aus Stoffresten fehlen nur noch Stoffreste und ein wenig Zeit. Mein heimliches Highlight des Buches war die Anleitung zu selbstgemachtem Frischkäse, welches ich ganz bald umsetzen möchte. Das Problem: Dafür benötigt man Rohmilch und die ist im normalen Supermarkt nicht zu bekommen. Ich kann einen Bauern auftreiben, wie sieht es bei euch aus? Wegen der fehlenden Alltagstauglichkeit habe ich mich gegen yummy Käse und für das federleichte Pompon-DIY entschieden. In der Hoffnung, diese Dinger nun auch in dem ein oder anderen eurer Zimmer zu entdecken.

Edit: epipa alias Sascia hat mich auf [diesen] Beitrag aufmerksam gemacht, laut dem das Käse-Rezept auch mit H-Milch funktioniert. Ich halte euch auf dem Laufenden, wie mein Versuch schmecken wird.

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8 Kommentare

  • Antworten
    Yvonne
    10. Februar 2015 um 08:30

    Ich hab das Buch auch Zuhause und finde die Bilder und Aufmachung wirklich wunderhübsch. Es sind jedoch auch so einige Rezepte/Anleitungen dabei die bei mir sicherlich kein Nachmach-Potential haben. Aber das Rezept mit dem Frischkäse hat mich wirklich auch sehr interessiert! Ich muss auch nur sehen wo ich die Rohmilch auftreiben kann…

    Pompons falten hab ich übrigens am Dawanda-Stand auf der Stijl-Messe gelernt & dafür auch mal eine Schritt-für-Schritt-Anleitung gemacht: http://www.puppenzimmer.com/2013/02/diy-einen-pompom-basteln.html

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      10. Februar 2015 um 21:31

      Wow sogar mit Schritt-für-Schritt-Anleitung, danke! Genau so habe ich sie auch gebastelt. Epipa hat mir geschrieben und meinte, dass das Rezept auch mit H-Milch funktioniert, dem muss ich mal nachgehen… Lieben Gruß 🙂

  • Antworten
    TanjasBunteWelt
    10. Februar 2015 um 08:56

    Guten Morgen,

    haha die PomPoms habe ich erst vor Kurzem gemacht 😉
    LG Tanja

  • Antworten
    Charlotte
    11. Februar 2015 um 21:05

    Die Pompoms sind doch noch super geworden 🙂 Ich kenn das Buch nicht aber finde deine Kritik gut, man muss nicht immer alles über den Himmel loben. Und wenn Anleitungen ihren Zweck verfehlen ist das auch nicht der Sinn der Sache. Ich habe für die Hochzeit einer lieben Freundin vor zwei Jahren mal tagelang Pompoms gebastelt, seitdem habe ich das sozusagen perfektioniert 😀 Aber ich finde sie eignen sich einfach ideal als Deko, egal ob für Feiern, zuhause oder Sweet tables!
    GLG Charlotte

  • Antworten
    Claudia SEO Agentur
    12. Februar 2015 um 11:28

    Dein Blog ist super, vor allem greifst du Themen auf, die, wie du selber sagst, im ersten Moment banal scheinen. Gute Texte und gute Bilder, weiter so.

  • Antworten
    Amel
    15. Februar 2015 um 19:15

    Danke tolle Einleitung zum Nachbasteln :). Viele Grüße aus Hotel Meran

  • Antworten
    Ela
    19. Februar 2015 um 14:50

    Das klingt ja gar nicht so schwierig mit deiner Anleitung 🙂 Und hübsch sind sie noch dazu!
    LG
    Ela

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