Fleisch/ Food/ Hauptgericht

Zartes Hühnerfrikassee mit knackigem Gemüse

Keine Berliner, Pfannkuchen oder Krapfen zu Fasching, Karneval oder Fastnacht. Nein, heute gibt es einen Schwenk aus meiner Kindheit und das Rezept für eines meiner Lieblingsessen: Hühnerfrikassee. Das ist doch auch viel wert, oder? Und wer heute närrisch unterwegs ist, speichert sich den Beitrag einfach für später ab.

Rückblende: Es ist 1996, meine Freundin ist weg und bräunt sich in der Südsee… ähm nein, Moment (das komplette Lied findet ihr hier). Wir schreiben das Jahr 2000 und  sitzen am heimischen Esstisch. Ich kam eben von der Schule und bin aus den Sneakern geschlüpft, die ich damals liebte und heute nie wieder anziehen würde. Mein kleiner Bruder sitzt neben mir, damals war sein Gesicht noch von blonden Locken gerahmt. Meine Mutter steht in der Küche, vor ihr steht ein dampfender Topf mit Hühnerfrikassee. Ich liebe solche Kindheitserinnerungen, besonders wenn ich sie mir kulinarisch auf den Teller holen kann. Nicht alles aus dem Jahr 2000 hat in meinem heutigen Alltag Platz, doch für Hühnerfrikassee räume ich immer ein Plätzchen frei.

Rezept für Hühnerfrikassee mit Karotten, Erbsen, Spargel wie bei Mama

Denn Hühnerfrikassee ist für mich einmal mehr Soulfood in Reinform: Zartes Hühnchen, knackiges Gemüse und eine cremige Sauce, die perfekt zu Reis passt. Für mich gehören Karotten und Erbsen auf jeden Fall zum Hühnerfrikassee, gerne auch Spargel und Champignons. Ich gestehe: Jetzt im Winter kommt der Spargel aus dem Glas und hat natürlich eine andere Konsistenz als frisch im Frühjahr, auf frischen Spargel freue ich mich jetzt schon.

Hühnerfrikassee ist übrigens auch ideal, wenn man wie ich dazu neigt, Fond in rauen Mengen zu bevorraten – denn immer wenn es einen Fond im Angebot gibt, nehme ich mir ein, zwei Gläschen mit. Meist hebe ich sie mir dann für besondere Gelegenheiten auf, für diese leichte Zitronensauce zu Lachs zum Beispiel. Das führt dazu, dass regelmäßig vier bis fünf Fonds auf ihren Einsatz warten. In Zukunft mache ich dann einfach öfter mal Hühnerfrikassee, um diese Vorräte aufzubrauchen.

Zutaten für Hühnerfrikassee:

400g Hühnchenbrustfilet, dazu jeweils etwa 200g Karotten, Erbsen und Spargel. Außerdem 400ml Geflügelfond (ersatzweise Hühnerbrühe), 200ml Sahne, eine Zwiebel, ein halbes Bund Petersilie und Salz, Pfeffer, Thymian, etwas Olivenöl. Etwas Mehl, um die Sauce anzudicken. Dazu esse ich am liebsten Reis, pro Person rechne ich 100g.

Hühnerfrikassee kochen wie bei Mama mit Hühnchen, Karotten und Erbsen Soulfood Hauptgericht

Dieses Rezept für Hühnerfrikassee macht etwa vier Personen satt. Bei uns hat das also auf zwei Mal gereicht – ich habe mir den Rest neulich mit zur Arbeit genommen, das war eine sagenhaft leckere Mittagspause.

Bisher habe ich das Hühnchen häufig einfach klein geschnitten, angebraten und dann mit einer Mehlschwitze zu einem Hühnerfrikassee verwandelt. Viel zarter und später cremiger wird es aber, wenn man das Hühnchen zuvor bereits in ein wenig Wasser gart. Also: Hühnchenbrustfilets (bei uns waren es zwei) für 15 Minuten in einem Topf mit Wasser köcheln lassen. Währenddessen die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Auch die Karotten schälen, halbieren und in Halbkreise schneiden. Den Reis aufsetzen und für 20 Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen.

Rezept für zartes Hühnerfrikassee bei dem das Hühnchen in Wasser gegart wirdIn der Zwischenzeit ist das Fleisch durchgegart, anschließend herausheben, abtrocknen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel in etwas Olivenöl anschwitzen, die Karotten zufügen und für wenige Minuten garen. Ein wenig Mehl darüber stäuben und mit dem Geflügelfond ablöschen. Das gewürfelte Hühnchenfleisch und die Erbsen zugeben. Den Spargel abgießen und in etwa daumengroße Stücke schneiden, ebenfalls dazu geben.

Wenn das Hühnerfrikassee zu dickflüssig ist, könnt ihr es mit dem Wasser, in dem ihr das Hühnchen gegart habt, verdünnen. Wenn es zu dünnflüssig ist, ein wenig Mehl mit dem Hühnchen-Wasser mischen und zugeben. In jedem Fall kommt noch ein wenig Sahne dazu.

Mit Salz, Pfeffer und der geschnittenen Petersilie würzen, mit ein wenig Thymian abschmecken. Reis abgießen nicht vergessen, dann ist es schon angerichtet.

Ich liebe Hühnerfrikassee, weil es so schön cremig ist. Die Karotten und Erbsen sind noch ein wenig knackig, das Hühnchen schön zart – so soll es sein. So fühlt es sich an wie vor vielen Jahren an Mamas Esstisch, so schmeckt es mir am besten.

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2 Kommentare

  • Antworten
    Kirsten
    26. März 2017 um 17:48

    Liebe Isabelle,

    gestern habe ich dein Hühnerfrikassee nachgekocht und es hat uns sehr gut geschmeckt 🙂 Im Gegensatz zu dir verbinde ich zwar keine Kindheitserinnerungen mit dem Gericht, aber das tat dem Geschmack keinen Abbruch. Zartes Hähnchen, knackiges Gemüse und cremige Sauce, so mag ich das! Wir haben Champignons statt Spargel verwendet, ansonsten alles wie in deinem Rezept. Nur an der Konsistenz der Sauce muss ich noch etwas feilen, sie war bei mir doch etwas zu dünn, ich hätte wohl noch mal mit etwas mehr Mehl nachjustieren sollen, wie du ja auch schreibst. Das probiere ich dann beim nächsten Mal, denn das Rezept gibt es bei uns bestimmt mal wieder!

    Vielen Dank dafür & liebe Grüße,
    Kirsten

    • Antworten
      Isabelle Arndt
      27. März 2017 um 07:31

      Hallo Kirsten, oh da freue ich mich sehr! Schön, dass es euch geschmeckt hat. Viele Grüße, Isabelle

    Ich freue mich über Feedback <3