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Food: Caesar Salad, ein leckerer Klassiker in Original-Version

Das Verführerische an Rezepten? Dass es für jeden das passende gibt! Du magst keinen Thunfisch im gepimpten Tomatensalat? Kein Problem, versuch es mit einem Käse wie Parmesan oder Mozarella. Doch bei manchen Rezepten gibt es einen Ehrenkodex, ein unumstößliches Original. Zwar kursieren Klassiker in dutzenden Versionen, doch ein Schnitzel aus Schweinefleisch ist eben kein Wiener Schnitzel sondern eines nach Wiener Art. Ähnlich ist es mit dem Caesar Salad. Ich dachte beispielsweise, dass Hühnchenfleisch dazu gehört, dabei ist das Original vegetarisch. Und das Dressing etwas ganz besonderes.

Erst kürzlich ist ein Kochbuch bei mir eingezogen, das sich nur mit solchen Rezepte-Klassikern beschäftigt: „Wie die Birne zur Helene kam“ von James Winter. Er verrät uns aus seiner 20-jährigen Erfahrung, wie die Birne zur Helene und, in diesem Fall, der Caesar zum Salat kam. Interessante Hintergrundinformationen, die ein Rezept noch spannender machen. Variieren kann man dann immer noch.

Food Caesar Salad Kombi 1

Die Zutaten:

Ein Romana-Salat, 25g Parmesan und zwei Scheiben Weißbrot, für das Dressing außerdem etwa sechs Esslöffel Olivenöl, zwei Teelöffel Worcestersauce, ein großes Freilandei, eine Knoblauchzehe, ein Esslöffel Zitronensaft sowie etwas Pfeffer.

Klassiker haben ihre Feinheiten, dazu gehört: Das Öl, in dem ihr den Knoblauch erwärmt, darf nur Körpertemperatur haben und sollte eine halbe Stunde ziehen, bis es zum Dressing kommt. Apropos Dressing: Das Ei dafür ist fast roh, aber eben nur fast – das Ei lasst ihr in kaltem Wasser auf- und eine Minute kochen, bevor ihr es abschreckt. Damit habt ihr schon fast das Dressing zusammen: Das Ei auschlagen und mit Worcestersauce, Zitronensaft, Knoblauch und Olivenöl mischen.

Kurze Zwischennotiz: Wer hätte gewusst, dass Worcestersauce „Wustersauce“ ausgesprochen wird? Ich wusste es nicht und finde es nach wie vor bemerkenswert.

Food Caesar Salad Kombi 2

Zurück zum Caesar Salad: Anschließend das Weißbrot in Würfel schneiden und in Olivenöl anbraten, bis es goldgelb und schön knusprig ist. In der Zwischenzeit den Parmesan grob reiben und den Salat putzen – dabei die Blätter nicht klein schneiden, sondern nur trennen! Denn für den Original Caesar Salad werden die Salatblätter mit Dressing benetzt und dann mit den Fingern gegessen. Ich habe alle Zutaten großzügig vermischt, damit auch jedes Blättchen Dressing abbekommt. Mit ein wenig Brot wird der Salat sogar zur Hauptspeise.

Food Caesar Salad Kombi 3

Na, wen interessiert die Geschichte dahinter? Die Stichwörter Prohibition, Tijuana und Hollywood-Stars machen doch neugierig: Caesar Cardini führte im Amerika der 1920 bereits ein italienisches Restaurant, als er ein zweites im mexikanischen Tijuana eröffnet, um der amerikanischen Prohibition zu entgehen. Zu den Gästen zählten bald bekannte Hollywood-Stars wie Clark Gable, der erklärter Fan der späteren Kreation von Caesar Cardini war. Der Caesar Salad entstand dem Mythos nach am Nationalfeiertag 1924, als Cardini seinen Gästen kaum mehr als Salat bieten konnte und diesen als Spezialität des Hauses verkaufte. Mit Erfolg, Fans exportierten den Salat später nach Europa und machten ihn weltbekannt. Der Caesar Salad ist also ein Reste-Essen wie einige der Rezepte, die wir heute als Klassiker kennen. Und ziemlich, ziemlich lecker.

Mein Dank gilt dem Callwey Verlag für das Rezensionsexemplar, 
das mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt wurde.

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18 Kommentare

  • Antworten
    Anastasia Franik (Sia´s Soulfood)
    19. November 2014 um 19:43

    Das sieht ganz ganz lecker aus liebe Isabelle!!! Ich liebe Ceasar´s Salad. Auch genauso und ganz ganz klassisch!!!
    Viele liebe Grüße
    Sia

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      20. November 2014 um 08:10

      Danke dir 🙂

  • Antworten
    Yvonne
    20. November 2014 um 09:22

    Der sieht so lecker aus! Obwohl ich ja Caesar’s Salad nicht mal so ganz doll mag. Aber den würd ich essen!
    Das mit der Worcestersauce wusste ich auch lange nicht… *gg* Bis mich der Mann mal aufgeklärt hat!

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      20. November 2014 um 09:33

      Meine Eltern und ich haben ein wenig aneinander vorbeigeredet, bis ich verstanden habe, was sie mit „Wustersauce“ meinen^^ Freut mich, wenn ich dich zu ein wenig Caesar Salad verführen kann 😀

  • Antworten
    Hannah Stützer
    30. November 2014 um 13:05

    Ich liebe den Salat und dabei bin ich überhaupt kein Fan von Grünzeug. In Amerika gab es den auf jeder Karte und hier in Deutschland hab ich ihn bis jetzt noch nie gesehen. 🙁

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      30. November 2014 um 14:08

      Ich kenne ihn auch vor allem aus Fast-Food-Restaurants oder selten im „richtigen“ Restaurant mit Hühnchen. Dabei schmeckt er so gut. Deine drei Illustrationen sind übrigens wunderhübsch! Viele Grüße

  • Antworten
    Aileen
    30. November 2014 um 18:06

    ohhh, wie lecker *_* Das Rezept hab ich mir mal direkt abgespeichert, die Bilder machen aber auch einfach soo Hunger 🙂

    Liebst,
    Aileen <3

  • Antworten
    This was November - ÜberSee-Mädchen
    1. Dezember 2014 um 12:35

    This Article was mentioned on xn--bersee-mdchen-ifb56a.de

  • Antworten
    Isabell
    14. Dezember 2014 um 12:50

    Ich bin ja ein absoluter Salat-Fan und das muss ich auch mal nach… kochen kann man ja nicht sagen, zubereiten wohl eher? 😀

  • Antworten
    Joachim
    18. Dezember 2014 um 15:06

    Hallo,
    das Kochbuch ist super, das Rezept auch. Darf ich etwas korrigieren?
    Im Buch steht zwei Teelöffel Worcestersoße, nicht zwei Eßlöffel. Mit zwei Eßlöffeln wird es deutlich wusteriger.

    Grüße

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      18. Dezember 2014 um 19:58

      Vielen Dank für den Hinweis, wird sofort geändert! Lieben Gruß

  • Antworten
    plussize -crush
    28. Dezember 2014 um 16:37

    Dein Rezept bringt mich gerade auf eine tolle Idee, danke dafür und danke für diesen schönen Post

    LG
    Steffi

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      28. Dezember 2014 um 20:08

      Danke dir für diesen lieben Kommentar! Viele Grüße, Isabelle

  • Antworten
    Spaghetti Bolognese mit viel Gemüse
    2. Juli 2015 um 09:03

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  • Antworten
    12mal12 November - heldenwetter
    4. Oktober 2015 um 20:09

    […] Caesar Salad ist zwar nicht warm, aber bestimmt superlecker. Ich wusste gar nicht, dass das Originalrezept so […]

  • Antworten
    Carmen Dölz
    10. Februar 2017 um 15:23

    Hier muss ich allerdings noch auf die sogenannte „Worcestersauce“ hinweisen, denn Wuster hin oder her, eigentlich heißt diese Würzsauce „Worcestershiresauce“ und wird eben u. a. für den leckeren Caesar Salad verwendet.

    Siehe auch im allwissenden Wikipedia (Auszug):

    Lea & Perrins’ Worcestershiresauce
    Worcestershiresauce [ˈwʊstəˌʃər-] (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine klassische englische Würzsauce, die seit dem 28. August 1837[1] vom damaligen Unternehmen Lea & Perrins in Worcester in der Grafschaft Worcestershire hergestellt wird. Seit 2005 ist Lea & Perrins kein eigenständiges Unternehmen mehr, sondern eine Marke des US-amerikanischen Unternehmens Kraft Heinz. Worcestershiresauce ist keine rechtlich geschützte Angabe, sodass weltweit verschiedene Hersteller existieren; ähnliche Produkte werden unter dem Namen Worcestersauce [ˈwʊstə-] (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) von anderen Unternehmen angeboten.

    Das Originalprodukt aus England besteht aus Essig, Melasse, Zucker, Salz, Sardellen, Tamarinden-Extrakt, Zwiebeln, Knoblauch, verschiedenen Gewürzen sowie natürlichen Aromen und reift über mehrere Jahre in geschlossenen Behältern. Die genaue Zusammensetzung und das Verfahren sind ein Unternehmensgeheimnis. Es handelt sich erkennbar um das Ergebnis eines Fermentationsprozesses als dünnflüssiger, dunkelbrauner und aromatischer Extrakt.

    Im Vergleich zur originalen Worcestershiresauce bestehen die anderweitig angeboten Produkte meist aus Essig und Sojasauce als Basis und können zusätzlich Wasser, Senf, Pfeffer, Chili, Fruchtmark sowie andere Gewürze enthalten. Oft enthalten diese Produkte zudem künstliche Aromastoffe, Konservierungsmittel sowie Verdickungsmittel und weichen somit geschmacklich vom Original ab.

    Worcestershiresauce findet in der Küche vielseitige Verwendung, vor allem zu Fleischgerichten wie beispielsweise Ragout fin. Ebenso enthält die Vinaigrette des Caesar Salad Worcestershiresauce. Auch für die Zubereitung des alkoholischen Cocktails Bloody Mary und der Michelada wird, neben Tabasco, Worcestershiresauce verwendet.

    • Antworten
      Isabelle Arndt
      11. Februar 2017 um 17:17

      Hallo Carmen, da habe ich wieder etwas gelernt – danke dir! Viele Grüße und ein schönes Wochenende, Isabelle

  • Ich freue mich über Feedback <3