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Einmal Gewerbesteuer bitte

Mein Intermezzo mit dem örtlichen Finanzamt ist inzwischen etwas absurd, so dass ich euch einfach davon erzählen muss. Wer kennt das nicht, nach dem 18. Geburtstag wird es ernst: eigene Wohnung, eigener Job, eigene Steuernummer. Ok, das ist vielleicht bei nicht allen so, auch bei mir stimmt die Reihenfolge nicht ganz – die Steuernummer kam auch nicht mit 18 und der erste Job schon lange vorher, aber egal. Es geht um Folgendes: 2011 musste ich mich selbstständig melden, damit das Finanzamt weiß, was ich so mache und verdiene. Zu Recht, na klar – für mich eine neue Welt.

In diese neue Welt der Zahlen und zahlreichen Angaben hatte ich mich bald eingearbeitet, spätestens als die Mahnung zum Abgeben meiner Steuererklärung in meinen Briefkasten trudelte. Ich hatte schlicht vergessen, dass auch das dazugehört. Also einige Stunden Sitzfleisch investiert, viele Ordner gewälzt und Formulare ausgefüllt. Nicht zu vergessen: den Vater um Hilfe gefragt, danke noch einmal. Fertig. Dachte ich.

Nicht so das Finanzamt, das in seinem System vermerkt hatte, dass ich ein Gewerbe habe. Das habe ich natürlich nicht, daher habe ich ein erstes entsprechendes Schreiben ignoriert. Ein fataler Fehler, denn Anfang Dezember kam die Festsetzung von Zwangsgeld. Spätestens jetzt machte sich Panik breit und ich telefonierte mit einer der Verantwortlichen. „Stimmt, sie haben ja gar kein Gewerbe“ war glücklicherweise die rasche Erkenntnis, ich bat die Dame mir das schriftlich zu bestätigen.

„Eine entsprechende Bestätigung können wir Ihnen leider nicht geben“, sagte mir der Mann vom Finanzamt vor wenigen Tagen. Warum schon wieder ein Gespräch? Letzte Woche kam ein Schreiben, ich solle eine Gewerbesteuererklärung abgeben – also wieder anrufen, wieder erklären, dass ich ja gar kein Gewerbe habe, wieder Bestätigung.

Ich bin mal gespannt, wann der nächste Brief kommt.

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