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Cremige Polenta mit Erbsen und Ziegenkäse

Es gibt diese Rezepte bei denen man sich fragt, warum man das denn nicht zuvor gekocht hat. Und warum man erst jetzt von diesem Kniff, dieser Zubereitungsweise erfahren hat. Mir ging das zum Beispiel mit Polenta so. Die kannte ich nur aus der Kantine, da gehörte es zu den leckeren Gerichten – wenn auch etwas unansehnlich als braune Pampe, angekündigt als Polenta mit Pilzen. Ich wollte also schon immer Polenta selbst kochen, noch ein wenig besser als in der Kantine, und hatte den gelben Maisgrieß schon eine Weile im Regal stehen. Die Polenta, die ich heute zeige, kommt als cremige Polenta mit Erbsen und Ziegenkäse daher. Und sie ist so, so köstlich! Besser als in der Kantine, höhö. Ich habe das Rezept aus dem Buch „Celebrating Whole Food“ von Amy Chaplin und verrate außer der Zubereitung auch, warum ich dieses Buch jedem ans Herz legen kann.

Polenta kochen extra cremig und mit Lorbeerblatt aromatisiert

Doch zurück zur Polenta, denn die gibt es bei mir jetzt häufiger zu essen. Sie ist zwar nicht ganz so schnell gemacht wie Pasta, weil sie 20 bis 25 Minuten braucht, um schön cremig zu sein. Jetzt kommt aber ein ganz großes Aber: Man kann ja nicht jeden Tag Pasta essen, oder? Polenta ist eine leckere Abwechslung und steht nach 30 Minuten auch auf dem Tisch. Und der tatsächliche Aufwand beträgt gerade mal 15 Minuten, also nichts wie ran an die frisch-schlonzige Polenta mit Erbsen und Ziegenkäse.

Im Ursprungsrezept sind übrigens auch so abgefahrene Dinge wie Brennesselblätter angegeben, doch ich wüsste nicht, wo ich die kaufen könnte. Und der Lauch, den ich außerdem abgewandelt (also weggelassen) habe, mag ich einfach nicht so gern. Hier also die abgespackte und vielleicht gerade deshalb noch einen Tick bessere Variante.

Zutaten für cremige Polenta mit Erbsen und Ziegenkäse:

300g Erbsen, 240g Maisgrieß, 170g Ziegenfrischkäse, vier Knoblauchzehen, vier Lorbeerblätter, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer. Außerdem Saft und Schale einer halben Zitrone.

Polenta cremig lecker kochen mit Erbsen und Ziegenkäse

Gemacht ist die Polenta wie gesagt recht schnell. Ein Kniff, den ich mir für die Zukunft fest notiert habe: Das Wasser vorab aromatisieren. Dafür 1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen und die vier Lorbeerblätter dazugeben. Für fünf Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen, dann die Lorbeerblätter entfernen und das Wasser salzen. Den Herd wieder auf hohe Stufe stellen. Nach und nach den Maisgrieß einrühren, aufkochen lassen und dann auf niedriger Flamme für 20 bis 25 Minuten köcheln lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit die Polenta cremig wird.

Während die Polenta vor sich hin kocht, gen Ende der Kochzeit die Sauce vorbereiten. Dafür den Knoblauch klein schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl andünsten. Die Erbsen zugeben. Wenn sie gar sind, die Hälfte des Ziegenkäses darüber krümeln, bis eine cremige Masse entsteht. Mit Saft und Schale der Zitrone wird die Sauce schön cremig, mit etwas Salz und Pfeffer schön würzig.

Und das war es schon: Einen Klacks Polenta auf einen Teller geben, mit der Sauce toppen und noch etwas zusätzlichen Ziegenkäse darüber krümeln. Jede Portion mit ein paar Tropfen Olivenöl versehen und genießen – und das möglichst schnell, Polenta schmeckt richtig warm am besten. Wenn der gekochte Maisgrieß abkühlt, wird er nämlich fester.

Tipp, Trick und Knfif für leckere Polenta

Nun aber noch ein paar Worte zu dem Buch:

„Celebrating Whole Food“ von Amy Chaplin

Polenta ist ja wie gesagt eines der Rezepte, das ich schon ewig ausprobieren wollte. Es gibt noch eine andere Art von Rezepten: Manche wirken unvollständig und dieser Mangel scheint ständig präsent. Wenn es zum Beispiel nur Buttergemüse mit Brot gibt, ist das (in der Regel) keine volle Mahlzeit. Und so viel sei gesagt: Das Gefühl, keine vollwertige Mahlzeit zu bekommen, mag keiner! Gut, dass „Celebrating Whole Food“ kein einziges solcher Rezepte enthält. Erst am Ende der knapp 400 Seiten ist mir aufgefallen, dass das Kochbuch vegetarisch und häufig auch vegan ist. Und genau so muss vegetarische Küche für mich sein. Ganz ohne das blöde Gefühl, dass man nur Beilagen isst. Denn ich vermute ja, dass dieses Gefühl viele von einer vegetarischen Ernährung abschreckt. Vegetarisch bedeutet nicht, einfach Fleisch oder Fisch wegzulassen.

Warum ich mich überhaupt damit beschäftige, wenn ich kein Vegetarier bin? Weil es jedem gut tut, seltener Fleisch zu essen. Das hat mir etwa mein Besuch im Schlachthof gezeigt, seitdem esse ich bewusster. Und das heißt für mich auch, häufiger vegetarisch zu essen. Mit den Rezepten in „Celebrating Whole Food“ von Amy Chaplin* fällt mir das leicht, ich möchte gefühlt jedes Rezept ausprobieren. Darunter zum Beispiel selbstgemachte Harissa-Paste, die dann gleich bei Quinoa mit Sommergemüse genutzt wird. Oder Auberginen-Curry. Oder süße Dinge wie eine dunkle Schokoladen-Trüffel-Tarte. Ihr seht schon, da stecken viele leckere Stunden darin. Auf Facebook zeige ich euch ein kurzes Durchgeblättert-Video, denn ein Bild habe ich beim Shooting leider schlicht vergessen. Gut, dass der Verlag ein tolles Video produziert hat:

Was ich abschließend noch habe, sind einige harte Fakten: Das Buch hat etwa 400 Seiten und ist in drei Teile gegliedert. Zuerst gibt es Grundlagen, also etwa ein paar Worte zu Vorräten. Da sind viele Grundrezepte enthalten, beispielsweise zu Nussmilch. Dann folgt ein Rezeptteil gegliedert in Frühstück, Suppen, Salate, Snacks, Hauptgerichte und Desserts. Außerdem gibt es einen Extra-Teil mit Erfahrungsberichten zu Themen wie Entgiften. Ein Rundum-Paket also, das hilft, im neuen Jahr noch bewusster zu leben.

* das ist ein Amazon-Affiliate-Link. Wenn ihr darüber etwas bestellt, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch macht das keinen Unterschied.

Ich habe "Celebrating Whole Food" von Amy Chaplin als Rezensionsexemplar erhalten, 
es wurde mir kosten- und bedinungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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